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Die Stopfbuchspackung

Zuletzt geändert am 30.09.2008 um 11:32

Die Stopfbuchspackung galt lange Zeit als Standard in der Anlagentechnik. Man findet sie auch heute, selbst in der chemischen Industrie noch an. Sie ist aber aufgrund heutiger Umweltauflagen und wirtschaftlicher Aspekte für die meisten Einsatzgebiete nicht mehr vertretbar. Der Grund dafür ist, dass eine Stopfbuchs-Packung kontinuierlich eine Minimale Leckage aufweisen muss. Diese gewollte Leckage dient dazu, die Welle als auch die Packungsschnüre zu kühlen und zu schmieren. Bei optimaler Einstellung der Stopfbuchse, erhält man eine Minmale Leckage von 10 bis 120 Tropfen pro Minute. Dieser Wert richtet sich jedoch nach dem Druck, der Gleitgeschwindigkeit, dem Medium und der Temperatur und kann daher vom Optimum abweichen.

 

Stopfbuchspackung



Die Stopfbuchsbrille wird, mittels Schrauben, gegen die Packungsschnüre gedrückt. Dadurch legen sich die Schnüre an der Außenwand des Gehäuses und der Welle an und dichten so den Dichtungsraum ab. Damit die Packungsschnüre nicht "verbrennen" muß sichergestellt werden, dass (wie oben Aufgeführt), stets ein Flüssigkeitsfilm zwischen den Schnüren und der Welle besteht. Dieser Flüssigkeitsfilm wird bei dieser Bauweise durch die Förderflüssigkeit (rot dargestellt)gebildet.
Trotz der kühlenden und schmierenden Funktion der Förderflüssigkeit, kommt es im Bereich der Packungsschnüre zu einer sehr starken Abnutzung der Welle. Aus diesem Grund muß die Stopfbuchsbrille in regelmäßigen Abständen nachgezogen werden, um die Leckage in Grenzen zu halten. Igendwann ist die Welle jedoch so stark eingelaufen, das ein Abdichten nicht mehr möglich ist. Dann muß die Welle ausgetauscht werden.