Informationen über Pumpen- und Dichtungstechnik
Zuletzt geändert am 13.09.2010 um 17:23
Der konstruktive Aufbau einer Pumpe bildet die Grundlage für ihr Wirkprinzip. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, die an eine Pumpe gestellt werden, sei es um große Fördermengen, viskose Flüssigkeiten oder Gase zu fördern, um nur ein paar Beispiele zu nennen, müssen unterschiedliche Wirkprinzipien angewendet werden. Dabei unterscheidet man folgende Eigenschaften :
Zum Beispiel: Kreiselpumpen
Generell gilt bei einer normal ansaugenden Pumpe, dass bei Saugbetrieb der Fördervorgang nur eingeleitet werden kann, wenn sowohl die Pumpe als auch deren Saugleitung mit Förderflüssigkeit gefüllt sind. Mann sagt auch, dass die Pumpe entlüftet, also frei von Gasblasen sein muss. Diese Kriterien müssen auch während des Betriebes gegeben sein, denn normal ansaugende Pumpen vermögen nur einen begrenzten Gasstrom mit der Flüssigkeit mit zufördern. Die Grenze liegt bei Kreiselpumpen mit Radialrädern normaler Bauart, bei Volumenanteilen (Gasanteilen) von ca. 5-7%. Bei Laufrädern in offener Ausführung, sprich Laufräder ohne vorderer Deckscheibe, bis ca. 10%. Solche Pumpen werden als Kreiselpumpen bezeichnet.
Zum Beispiel: Seitenkanalpumpe
Generell gilt bei allen selbstansaugenden Strömungspumpen, dass sie zwar einen geringeren Wirkungsgrad erreichen als Kreiselpumpen, jedoch bei einer vorgeschalteten Zentrifugalstufe einen niedrigen NPSHR-Wert benötigen. Außerdem sind sie in der Lage, große Mengen an Gasen mit zu führen.
Zum Beispiel: Membranpumpe, Hubkolbenpumpe, Preßpumpe
Generell gilt bei allen schwingenden Verdrängerpumpen, dass sie selbstansaugend sind. Des weiteren besitzen sie die Eigenschaft, Druck bis ca. 5000 Bar aufzubauen und haben einen hohen Wirkungsgrad. Des weiteren besitzen sie Saug- und Druckentile, die meist durch das Fördermedium betätigt werden und haben einen pulsierenden Förderstrom.
Zum Beispiel: Exenterschneckenpumpe, Zahnradpumpe, Drehkolbenpumpe.
Generell gilt, dass Pumpen mit rotierendem Verdränger keine Ventile und einen gleichmäßigen Förderstrom haben, der allerdings niedriger ist als bei Kreiselpumpen.
Zum Beispiel: Turboverdichter, Flüssigkeitsringverdichter, Schraubenverdichter, Drehkolbenverdichter
Generell gilt, dass Verdichter auch als Kompressoren bezeichnet werden. Kennzeichnend ist die Förderung von kompressiblen Medien: Luft, Gase und Dämpfe. Das Ansaugen, Verdichten und Ausstoßen kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen, sei es durch Kolben, Flügelräder oder anderen Konstruktionen. Da das Angebot sehr breit gefächert ist, kann man pauschal keinen Wirkungsgrad angeben. Dazu müsste man jedes einzelnen Verfahren näher erläutern.