Informationen über Pumpen- und Dichtungstechnik
Zuletzt geändert am 21.03.2011 um 16:41
Die "tandem-aktive" Anordnung, schaltet mit einem Schlag alle Schwachpunkte der "back to back" und der Tandemanordnung aus, und bietet dabei noch die Möglichkeit einer doppelten Druckentlastung. Daher ist diese Bauweise den beiden vorhergenden in jedem Falle vorzuziehen.

Die Abbildung zeigt eine stationäre, doppeltwirkende und doppeldruckentlastete Gleitringdichtung in Patronenbauweise. Auch wenn diese Anordnung auf den ersten Blick so aussieht wie eine "back to back" Anordnung, wirkt diese jedoch tandem-aktiv. Das heißt, das evt. mitgeführte Feststoffe innerhalb der Förderflüssigkeit, bedingt durch die Zentrifugalkraft, von den Gleitflächen weggeschleudert werden.
Wie oben schon erwähnt, bietet diese Anordnung eine Doppeldruckentlastung. Daher ist es egal, ob das Sperrmedium mit Druck beaufschlagt wird oder nicht. In jedem Zustand wirken die gleichen Druckverhältnisse, nämlich von 70% zu 30%. Erreicht wird dieses durch eine weitere Stufe am stationären Gleitring der inneren GLRD. Bei der äußeren GLRD ist diese Stufe nicht erforderlich, da der Druck nur aus einer Richtung auf die Gleitflächen wirkt. Jedenfalls wirkt bei einem höheren Druck der Förderflüssigkeit ein Verhältnis von 70% zu 30%. Bei einem höheren Druck des Sperrmediums stellt sich der gleiche Effekt ein. Daher kann dieses System bedenkenlos, sowohl als Sperrdrucksystem als auch als Thermosyphonsystem betrieben werden. Jedoch ist eine Druckbeaufschlagung der Sperrflüssigkeit immer vorzuziehen.
Ein weiterer Vorteil der Patronen- Dichtung ist, das die GLRD als eine komplette Einheit geliefert wird, die schon von Werk aus auf ihre Funktion und Dichtigkeit überprüft wurde. Diese Einheit braucht man nur noch in den Stopfbuchsraum zu schieben und zu befestigen.