Informationen über Pumpen- und Dichtungstechnik
Zuletzt geändert am 21.03.2011 um 17:47
Die Tandemanordnung ist die klassisch richtige Anordnung von zwei einfachwirkenden GLRD im Einsatz als Doppeldichtung, unter Beachtung der Vorzüge einer stationären Bauweise, im Gegensatz zu einer dynamischen.

Die Abbildung zeigt wiederum eine GLRD in dynamischer, druckentlasteter Bauweise. Bei dieser Anordnung kann der Sperrdruck größer sein als der Druck der Förderflüssigkeit, muß er aber nicht. Auch bei einem Sperrdruckausfall dichtet dieses System weiterhin und zuverlässig ab. Das bedeutet, das man dieses System sowohl als Sperrdrucksystem als auch als "druckloses" Thermosyphonsystem betreiben kann. Man benötigt demnach auch nicht zwingend eine stationäre Bauweise.
Ein weiterer Vorteil ist, das sich die Förderflüssigkeit nicht, wie bei der "back to back" Anordnung, zwischen Welle und Gleitring drücken kann, sondern nur in Kontakt mit der Außenfläche des Gleitringes kommt. Dadurch werden, bedingt durch die Zentrifugalkraft, mögliche Feststoffe von den Gleitflächen, in Richtung Stopfbuchswand weggeschleudert.
Jedoch bleibt auch hier die Frage des hydraulischen Druckverhältnisses auf die Gleitflächen. Sollte der Sperrdruck nämlich einmal mehr als 1-2 Bar gegenüber der Förderflüssigkeit betragen, entstehen Sperrdruckseitig mehr Öffnungskräfte als Schließkräfte an den Gleitflächen. Auch der Umbau von einer dynamischen Bauweise auf eine stationäre würde das Problem nicht lösen.